„Kleine Höhe“ ist gerettet!

Rundschau, Donnerstag, 17. Januar 1985

Informationsanzeige

Das heftig umstrittene Gewerbegebiet „Kleine Höhe“ ist vom Tisch!

Auf Initiative der Sozialdemokraten wird der Rat in E. seiner nächsten Sitzung den Schlußstrich ziehen:

„Das Bebauungsplanverfahren wird nicht fortgeführt“, heißt es in einem Antrag, den SPD und CDU gemeinsam einbringen werden. Damit bleibt ein wertvolles Stück Natur in Wuppertal unangetastet. SPD-Fraktionsvorsitzender Gerd Scholz: „Unserem Ziel, insbesondere die innerstädtischen Gewerbestandorte zu sichern, sind wir ein gutes Stück nähergekommen.“

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal

Kleine Höhe verschieben bis hin zur Ringstraße?

Westdeutsche Zeitung Dienstag. 20. März 1984
Velbert-Neviges

Neue Gespräche über das Industriegebiet

Velbert-Neviges. Werden auf dem Gewerbegebiet „Kleine Höhe“ emmissionsträchtige Industriebetriebe angesiedelt? Wird die Ansiedlung noch mit dem gleichen Elan wie in den letzten Jahren betrieben und wie steht die SPD Wuppertal zu den Vorstellungen des Bezirksplanungsrates, das Gewerbegebiet an die Ringstrasse anzuschließen?

Vor zwei Jahren war die „Kleine Höhe“ Thema zwischen der SPD Wuppertal und Neviges. Damals war man übereingekommen, daß – sollte eine Gewerbeansiedlung kommen – muß erst aufgeforstet werden. Außerdem wurde festgelegt, welche Industriebetriebe nicht angesiedelt werden dürfen (Gießereien, Seifenfabrik).

Man wiese jetzt auf die Unruhe bei den Nevigesern hin, denn viele befürchten trotz dieser Zusagen eine erhebliche Belästigung. Jürgen Specht (Planungsausschußvorsitzender, Wuppertal), gab die Zusicherung, daß man alles tun würde, um Beeinträchtigungen im Wohnumfeld zu verhindern.

Eine endgültige Entscheidung scheint noch nicht gefallen und quer durch SPD und CDU ist der Widerstand gegen die „Kleine Höhe“ gewachsen. Hierfür sind sowohl wirtschaftliche, als auch ein verändertes Umweltbewußtsein verantwortlich. Da sind hohe Erschließungskosten für das Gewerbegebiet, die zwar vom Land bezuschußt werden (auch bei all dem Widerstand?), zum anderen ein nachlassendes Interesse der Gewerbebetriebe aus Wuppertal. Doch da gibt es auch das ökologische Gutachten, das sich zwar nicht gegen eine Gewerbeansiedlung ausspricht, aber eine Reihe von Auflagen macht (auch für eine Wohnbebauung). Es gibt aber auch ein Gegengutachten der Bürgerinitiative und Bedenken der Unteren Wasserbehörde. All diese Punkte müssen berücksichtigt werden. Derzeit neigt die Wuppertaler SPD mehr dazu, den Vorschlag des Bezirksplanungsrates zu befolgen, der eine Verlagerung in nordöstlicher Richtung mit Anschluß an Gewerbegebiet Ringstraße vorschlägt. Vorteil: das Gebiet liegt geschützter und schließt an ein bereits bestehendes Gewerbegebiet an. Nachteil: das Gebiet ist nicht im Flächennutzungsplan zur gewerblichen Nutzung ausgewiesen und Grundstücke müßten erst von Wuppertal erworben oder getauscht werden. Die Offenlegung des Bebauungsplanes ist abgelaufen. Die SPD Wuppertal will alle Bedenken und Anregungen prüfen und dann – im Zusammenhang mit den ökologischen Gutachten und den Kommentaren der Unteren Landschaftsbehörden – ihre Entscheidung treffen.

Kleine Höhe wird von CDU abgelehnt

WZ General-Anzeiger Samstag, 17. März 1984
Wuppertal

Kleine Höhe wird von CDU abgelehnt

Dem Bebauungsplan für ein Industriegebiet „Kleine Höhe“ wird die CDU ihre Zustimmung nicht geben. Das stellte gestern Kreisparteivorsitzender Dr. Hans-Jürgen Lichtenberg gegenüber der Presse fest.

„Dieses Industriegebiet würde einen Keil in einen ausgedehnten Grüngürtel treiben,“ betonte Lichtenberg. Man habe das Problem abgewogen und sich „pro Grün“ entschieden.

Die Wuppertaler CDU weiß sich in dieser seit langem umstrittenen Frage einer Meinung mit ihren Parteifreunden des Kreises Mettmann, deren Vorsitzender Heinz Schemken gestern assistierte: „Es lohnt sich, um solche Grünflächen zu kämpfen.“ fh

CDU läd ins Haus Sondermann

Westdeutsche Zeitung
Donnerstag, 23. September 1982

Kleine Höhe

Velbert-Neviges (v). Die CDU Wuppertal lädt ein zum Gespräch über das Thema Industrie Kleine Höhe am Freitag, dem 24. September, 1945 Uhr im Haus Sondermann.

Stadtbezirksverband a DV

UELLENDAHL – DOENBERG – sozial und frei

Herzliche Einladung !

Zu einem BÜRGERGESPRÄCH mit der “ BÜRGERINITIATIVE KLEINE HOHE “

Am Freitag dem 24. September 1982, 1945 Uhr, in der Gaststätte Sondermann, Obersiebeneickerstr., Velbert-Neviges, laden wir alle Interessenten ein.

Es diskutieren mit Ihnen:

Dr. Hans-Jürgen Lichtenberg MDL Kreisvorsitzender der CDU Wuppertal
Kurt Drees Bürgermeister der Stadt Wuppertal

Hermann-Josef Richter –Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Wuppertal sowie Bau- und Planungsfachleute der Wuppertaler CDU-Fraktion und Mitglieder der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Ihre CDU – UELLENDAHL-DOENBERG

Rolf Heer -Vorsitzender