Bürgerbeteiligung erwünscht

WZ 20.10.2018

BI Kleine Höhe arbeitet an Konzeptpapier

Die BI Kleine Höhe sucht Alternativen zur Forensik.⇥Foto: Andreas Fischer
DIE BI KLEINE HÖHE SUCHT ALTERNATIVEN ZUR FORENSIK. FOTO: ANDREAS FISCHER

Katernberg. Die Kleine Höhe soll Standort für die Forensik werden – das will das Land und will die Wuppertaler Verwaltung. Dafür will Oberbürgermeister Andreas Mucke vom Land ein Grundstück an der Parkstraße für ein Gewerbegebiet nutzen. Ein Eckpunktepapier soll dazu entwickelt werden. Ein ebensolches will auch die Bürgerinitiative Kleine Höhe bis zur nächsten Gremienrunde im November vorlegen. Das Ziel heißt laut Homepage der BI: Einen Gegenentwurf entwickeln, der Alternativen aufzeigt, wie die Kleine Höhe von morgen aussehen könnte. Originalartikel  Bürgerbeteiligung erwünscht weiterlesen

KLEINE HÖHE:„Eine Bebauung zerstört die Funktion des Grünzuges“

WZ 17.10.2018

Jörg Liesendahl über die ökologische Bedeutung der Kleinen Höhe.

Schon zu Beginn der 1980er Jahre wurde in Wuppertal ein Thema heiß diskutiert, nämlich die geplante Bebauung der Kleinen Höhe. Eine schöne Landschaft an der Grenze zu Velbert-Neviges, Mitte der siebziger Jahre extra nach Wuppertal eingemeindet, um dort Gewerbe aufzubauen. Die Stadt hatte aber zunächst das Nachsehen, denn die Firma, die ursprünglich dort bauen wollte, ließ von ihrem Vorhaben ab. Die Stadt kaufte das Gelände, um es ihrerseits zu versilbern. Mehrere große Wohngebiete sollten entstehen und zwei Gewerbegebiete. Originalartikel  KLEINE HÖHE:„Eine Bebauung zerstört die Funktion des Grünzuges“ weiterlesen

Klimaschutz umsetzen

WZ Print / e-pages 15.10.2018 S. 21

Leserbrief

Zu: Climathon

Das ist ja nett, dass Wuppertal Ende Oktober am Climathon, einem Ideenwettbewerb zum Klimaschutz teilnehmen will. Aufgrund der offenkundigen Wissenslücken von OB Mucke, großen Teilen des Rates und auch der Verwaltung sollte man es vielleicht zunächst mit einem Kurzstreckenlauf anstelle eines Marathons versuchen. Die Kombination von Starkregen, Dürre und Hitze in diesem Jahr entspricht genau den Vorhersagen renommierter Klimaforscher. Dazu passt es, dass in der WZ vom 18.9., direkt neben der Nachricht über die Teilnahme am Climathon, Cornelia Krieger aus der BV Uellendahl/Katernberg im Zusammenhang mit dem Klimawandel den Erhalt der Kleinen Höhe einforderte. Eine Selbstverständlichkeit, eine solche Fläche als Frischluft- und Kühlungsschneise zu erhalten, wenn es in einigen Jahren noch wärmer wird in Wuppertal und Umgebung. Vor den innovativen Ideen für den Klimaschutz sollte solches Basiswissen vorhanden sein. Sonst ist Volkslauf besser als Marathon. Kompetenz zum Thema ist in Wuppertal andererseits aber reichlich vorhanden. Wuppertal-Institut, Uni und „Neue Effizienz“ sind selbstverständlich hinreichend qualifiziert und trainiert, den Climathon in Angriff zu nehmen. Es wäre schön, wenn diese Institutionen die oben genannten Entscheidungsträger zu Höchstleistungen beim Klimaschutz mitreißen könnten. Dann wäre Wuppertal ein würdiger Teilnehmer beim Climathon.

Quelle: WZ Print und e-pages vom 15.09.2018

BV jetzt einstimmig gegen die Forensik

WZ Samstag 13.10.2018 S.25

Katernberg. Die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg hat sich in ihrer jüngsten Sitzung gegen die Forensik-Pläne auf der Kleinen Höhe ausgesprochen – diesmal einstimmig. Auch Sascha Todtenhausen (FDP), Sohn des Bundestagsabgeordneten Manfred Todtenhausen, stimmte gegen die Vorlage der Stadt, die das weitere Vorgehen regeln soll. Todtenhausen ist Nachfolger für den im Juni unerwartet verstorbenen Michael Daemgen. Dieser hatte sich in der Vergangenheit stets der Meinung der Verwaltung und der Ratsfraktion angeschlossen. Der Rat hat in Sachen Forensik auch das letzte Wort. Das Votum der BV entspricht nur einer Empfehlung – der der Rat bislang nicht folgte.

Todtenhausen stimmte jetzt auch für den Antrag von SPD, CDU, Grünen, Linke und WfW, das Bebauungsplanverfahren einzustellen. „Die Stadtverwaltung wird beauftragt“, heißt es stattdessen, „ein neues, transparentes und offenes Verfahren in Kooperation mit allen Kommunen des Landgerichtsbezirks Wuppertal und den zuständigen Stellen des Landes zu initiieren.“ Die Kleine Höhe solle auch in Zukunft frei von jedweder Bebauung sein. ⇥est

Quelle: WZ e-pages / Print

Appell an das Gewissen der Politiker

WZ-Print / e-paper 18.09.2018

Brandbrief

Grünen-Politikerin ruft zum Erhalt der Kleinen Höhe auf.

Cornelia Krieger,  Fraktionsvorsitzende der Bezirksvertretung Uellendahl/Katernberg hat in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Andreas Mucke, Bürgermeisterin Maria Schürmann und an die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU, Linken und FDP an das Gewissen der Politiker bei der Entscheidung über die Kleine Höhe appelliert. Die Entscheidung des Rates sei noch nicht gefallen. Gerade die Wetterereignisse in diesem Jahr zeigten mehr als deutlich auf, dass es in der Region um eine nachhaltige Stadtentwicklung unter Berücksichtigung klimatischer Veränderungen gehen müsse. „Können Sie es verantworten, dass auf dieser für uns wichtigen Fläche gebaut wird, während auf der Parkstraße eine ökologisch weniger bedeutende Fläche vorhanden ist?“, lautet ihre Frage. Die „Kleine Höhe“ sei eine Fläche, für deren Erhalt schon mehrere Generationen (seit 1981) kämpfen. Doch sogar die Anhörung der Bezirksvertretung Uellendahl/Karternberg sei fast „vergessen“ worden. Die Stadt Wuppertal brauche zwar Flächen für die Ansiedlung von Gewerbe. Es seien aber ausreichend Flächen vorhanden, auf denen Industriebrachen, Flächen der Bundesbahn und marode Bauten stehen. „Hier benötigen wir mehr echtes Engagement, um ökologisch weniger wertvolle Flächen für Gewerbe zugänglich zu machen und wertvolle Flächen wie die „Kleine Höhe“ zu schützen“, so Cornelia Krieger.

Quelle: WZ

Siehe auch: Innovative Ideen für den Umweltschutz

„Politische Willensbildung und Diskussion werden im Rat verweigert!“

Rundschau 20. September 2018

Symbolfoto.FOTO: Michael Bergmann

Bürgerinitiative „Kleine Höhe“
„Politische Willensbildung und Diskussion werden im Rat verweigert!“

Wuppertal. Im Hauptausschuss des Rates der Stadt Wuppertal vom 19.8.2018 wurde trotz eindringlichem Apell unsererseits an die Verantwortung der Ratsmitglieder innerhalb meiner Rede zum Bürgerantrag der Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ jegliche politische Diskussion verweigert, schreibt die Bürgerinitiative „Kleine Höhe“.

Die Erklärung im Wortlaut:

Es ging um das zugegeben schwierige, aber deswegen umso diskussionsbedürftigere Thema der Bebauung der Kleinen Höhe. Es ist hier eine besonnene Willensbildung des Souveräns der Stadt erforderlich und überfällig. Die Fraktionsvorsitzenden der regierenden Großen Kooperation haben keinen einzigen Grund benannt, weswegen der Standort Kleine Höhe besser für den Bau einer Forensik geeignet ist als die Parkstraße oder ein anderer Standort im Landgerichtsbezirk Wuppertal. Diese Gründe müssen nicht erst durch die Verwaltung ermittelt werden, sondern können durch eigenen Verstand und Abwägung von politischen Werten entwickelt werden. Eine politische Meinung sollte man sich auch ohne ein Verwaltungsverfahren bilden können und diese auch argumentativ darzulegen und ggf. zu verteidigen bereit sein. Eine Begründung ist zwingend erforderlich, damit ein Verfahren auch Substanz haben und auf Akzeptanz stoßen kann. Die bisherigen Gründe sind weggefallen, da die Müngstener Straße weder der Stadt noch für den Maßregelvollzug zur Verfügung steht. Politische Gründe  auch öffentlich zu benennen, ist in einer offenen und transparenten Demokratie absolut notwendig, damit diese nicht ad absurdum geführt wird (wenn es keine gibt, darf es auch kein Verfahren geben!).

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Rundschau-Umfrageergebnis September 2018

Zum wiederholten Male zeigt die Haltung der Leser der Wuppertaler Rundschau und vieler Unterstützer der BI „Kleine Höhe“ ein überdeutliches Ergebnis:

Das Ergebnis spiegelt wieder, was in den Köpfen einer scheinbaren Mehrheit der Politik mit aller Macht übersehen werden will:

Die Kleine Höhe ist FREIRAUM!

Diesen, vor einem halben Jahrhundert in Neviges gemachten Fehler, die Kleine Höhe als Gewerbefläche auszuweisen gilt es anzuerkennen. Dementsprechend zu handeln wäre die zeitgemäße Reaktion verantwortungsvoller Politik. Nicht das Agieren mit Zielen und Zahlen von gestern, sondern ein Blick nach vorne mit bewusstem Umgang mit unseren Ressourcen. Hier vor Ort!

Trends der zurückliegenden Umfragen: Rundschau-Umfrageergebnis September 2018 weiterlesen