Auftrag zum langfristigen Erhalt der Kleinen Höhe in kommender Bezirksvertretungssitzung.

Die Sitzung findet am 13.08.2020 um 18:30 Uhr im Ratssaal statt. Unter Ö 8.6 wird die Beschlussvorlage Langfristiger Erhalt „Kleine Höhe“ Antrag der SPD behandelt.
Diese Beschlussvorlage deckt sich mit den von der Bürgerinitiative geforderten Änderung des Regional- und Flächennutzungsplans von Gewerbefläche / Sonderfläche hin zu Freiraum- und Agrarbereich: Pressemitteilung der BI.

Rundschauumfrage zur Zukunft der Kleinen Höhe

Passend zum Vorstoß der FDP gibt es aktuell eine Umfrage der Wuppertaler Rundschau:

Zur Rundschauumfrage: Den Artikel ganz runterscrollen!

Die BI Kleine Höhe widerspricht in einer Pressemitteilung den Vorschlägen der FDP sondern schlägt eine sanfte ökologisch wertsteigernde Entwicklung der Fläche vor. Stimmen Sie mit uns gegen die von der FDP vorgeschlagenen „Naherholungsangebote“.

Die nächsten Schritte aus Sicht der Bürgerinitiative:

  1. Änderung des Regionalplans von Gewerbefläche / Sonderfläche hin zu Freiraum- und Agrarbereich.

  2. Änderung der Fläche im Flächennutzungsplan im gleichen Sinne.

  3. Maßnahmen hin zur ökologischen Aufwertung der Fläche durch vertragliche Abstimmung mit den Landwirten fördern und fordern.

  4. Entwicklung der Fläche zum sanften Naturerholungsraum mit einer Anlauf- und Aussichtsstelle und Schautafeln zur Umgebung, zur Tier- und Pflanzenwelt sowie zur Landwirtschaft. Nutzung von Fördermitteln, wenn möglich. Ein Belvedere-Nord mit Blick in Richtung Windrather- und Neandertal wäre ein weiterer attraktiver Anlaufpunkt für Jung und Alt im Stadtgebiet.

Pressemitteilung der BI Kleine Höhe

Wahlkampfthema Kleine Höhe

Der Rat der Stadt Wuppertal hat in seiner Ratsitzung am 22. Juni die Bebauungspläne Kleine Höhe mit den Stimmen von CDU, Grünen, Linken und WfW abgelehnt. Diese Entscheidung war aus Sicht der Bürgerinitiative Kleine Höhe ein wichtiger Meilenstein für den Erhalt der Fläche an sich und des Grünzuges insgesamt. Das über Jahrzehnte währende Engagement hat sich in einem Ergebnis ausgezahlt, das allen Aktiven zeigt, dass sich die Arbeit gelohnt hat.

Gleichzeitig ist allen Beteiligten bewusst, dass diese Entscheidung nur ein wichtiger Zwischenschritt hin zum langfristigen Erhalt dieses Freiraums im Wuppertaler Norden ist.

Die Frage, wie die Kleine Höhe in Zukunft als städtische Fläche entwickelt werden kann, ist ein Thema, das schon in den letzten Jahren immer im Mittelpunkt stand. Unter https://kleinehoehe.de/eckpunktepapier-kleine-hoehe/ haben wir die vielen Ideen, die sich zum Teil auch in den hunderten Eingaben zum Planverfahren widerspiegeln, gesammelt.

Folgende Schritte sind aus Sicht der Bürgerinitiative erforderlich:

  1. Änderung des Regionalplans von Gewerbefläche / Sonderfläche hin zu Freiraum- und Agrarbereich.

  2. Änderung der Fläche im Flächennutzungsplan im gleichen Sinne.

  3. Maßnahmen hin zur ökologischen Aufwertung der Fläche durch vertragliche Abstimmung mit den Landwirten fördern und fordern.

  4. Entwicklung der Fläche zum sanften Naturerholungsraum mit einer Anlauf- und Aussichtsstelle und Schautafeln zur Umgebung, zur Tier- und Pflanzenwelt sowie zur Landwirtschaft. Nutzung von Fördermitteln, wenn möglich. Ein Belvedere-Nord mit Blick in Richtung Windrather- und Neandertal wäre ein weiterer attraktiver Anlaufpunkt für Jung und Alt im Stadtgebiet.

Eine Nutzung der Fläche als Freizeitoase widerspricht allerdings aus unserer Sicht diesen Zielen, insbesondere wenn es um bauliche Erschließungsmaßnahmen geht.

Die Bürgerinitiative steht mit aktiven Köpfen und anpackenden Händen allen politischen Akteuren und der Verwaltung jederzeit zur Verfügung.

Einen friedlichen Wahlkampf wünschen die Mitstreiter und Mitstreiterinnen der
Bürgeinitiative Kleine Höhe

Spannung bis zur letzten Sekunde

Nach eineinhalbstündiger Beratung und anschließender geheimer Abstimmung hat der Rat der Stadt Wuppertal die Bebauung der Kleinen Höhe mit einer Maßregelvollzugsklinik mit diesem Ergebnis abgelehnt:

Bild des Abends: Marc Schulz auf Facebook

Ein großer Schritt in Richtung endgültiger Erhaltung der Flächen für Umwelt, Klima, Landwirtschaft und Erholung im Stadtgebiet!

Pressemitteilung BI Kleine Höhe

Zukunftsfähigkeit bewiesen statt unreflektiertes „Weiter so“

Die CDU Wuppertal hat mit ihrer Entscheidung für die Bewahrung der „Kleinen Höhe“ als Freifläche bewiesen, dass sie auf die Herausforderungen, die sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten unserer Stadt stellen, langfristige und fundierte Antworten gibt.

Die Verwaltung hat die Fakten des ergebnisoffenen Verfahrens durch den unermüdlichen Einsatz in bewundernswertem Tempo und damit in keinster Weise umsonst, sondern vielmehr rechtzeitig soweit zusammengetragen, dass eine Abwägung überhaupt erfolgen konnte. Auf dieser Basis kommt die CDU zusammen mit den Grünen, ebenso wie die Linken und die freien Wählern zu einem Ergebnis, das aufzeigt, wie Verantwortung gegenüber allen heutigen und zukünftigen Generationen aussehen muss. Ökonomie und Ökologie müssen gemeinsam gedacht und mit Blick auf Nachhaltigkeit miteinander in Einklang gebracht werden. Dies ist mit der Entscheidung vom Montag der CDU gelungen.

Seit dem Beginn des schwarz-grünen Kernbündnisses und der Entscheidung für Prof. Dr. Uwe Schneidewind als OB-Kandidaten geht die CDU konsequent den Weg in Richtung guter Zukunft für die Stadt Wuppertal, anstatt ohne nachzudenken weiter in einer Sackgasse zu verharren und zu glauben, diese löse sich gemeinsam mit den schon jetzt erkennbaren Problemen, Gefahren und Herausforderungen von alleine irgendwann auf.

Klimaschutz und Bewahrung der Schöpfung dürfen keine leeren Worte in Parteiprogrammen oder Lippenbekenntnisse sein, sondern bedürfen konkreter Umsetzung vor Ort. Dies ist der CDU eindrucksvoll gelungen und dafür gebührt ihr höchster Respekt und nachhaltige Anerkennung, sowie herzlicher Dank und viel Unterstützung auf ihrem Weg zu einem guten Leben von heute und morgen für die Menschen in Wuppertal und darüber hinaus.

BI Kleine Höhe
Anna Mahlert

CDU besucht Kleine Höhe

Ersatztermin für ausgefallenen Ratsmitgliederrundgang verbunden mit Dank und Einladung

Für den 25.4.2020 hatte die BI Kleine Höhe eigentlich alle Ratsmitglieder zu einem Rundgang mit Informationstischen zu verschiedenen Themen eingeladen. Diese Veranstaltung muss wegen der Corona-Pandemie leider ausfallen. Umso erfreulicher war die Initiative des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Herrn Ludger Kineke, sich trotzdem ein Bild vor Ort machen zu wollen, bevor das Thema in die nächste Diskussionsrunde im Rat der Stadt Wuppertal geht.

Foto: Andreas.Graaf@landtag.nrw.de

Unter Wahrung aller Abstandsvorgaben fand ein Austausch mit Vertretern der BI Kleine Höhe statt. Wichtige Diskussionspunkte waren die Unklarheit bei den Kosten, die Zerstörung des regionalen Grüngürtels, die Artenvielfalt und das ökologische Potential der Fläche für die Stadt Wuppertal als Eigentümerin und nicht zuletzt die Zeitschiene für die Bebauung. Herr Kineke machte deutlich, dass es vitales Interesse der Stadt Wuppertal ist, ein ausreichendes Gewerbesteueraufkommen sicherzustellen. Die zu lösende Aufgabe läge in der Suche nach einer Lösung, die sowohl ausreichende Gewerbesteuereinnahmen sicherstellt, als auch die Eingriffe in die Natur möglichst gering hält.

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BV Katernberg lehnt Planungen einstimmig ab

Mit einer einstimmigen beschlossenen gemeinsamen Erklärung ergänzt durch einen Zusatzantrag zur Unterschutzstellung der Kleinen Höhe, lehnte heute die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg die Pläne zur Errichtung einer Maßregelvollzugsklinik auf der Kleinen Höhe ab.

Gemeinsame Erklärung

Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/ Die Grünen, Die LINKE und DCW in der Bezirksvertretung Uellendahl – Katernberg          

Zu den Beratungen der Drucksachen VO/0125/20 (Bebauungsplan 1230), VO/0130/20 (103. Flächennutzungsplanänderung) und VO/0259/20 (Begleitbeschluss) mit dem Ziel der Schaffung von Baurecht für die Errichtung einer Maßregelvollzugsklinik (MKV) auf der sog. „Kleinen Höhe“ geben die genannten Fraktionen folgende Erklärung ab:

Die „Kleine Höhe“ ist ein unbedingt schützenswerter Freiraum im Norden Wuppertals. Sie bietet Naherholung nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Katernberg, sondern für die gesamte Region.

In Zeiten der klimatischen Erwärmung und Heißzeiten im Sommer ist die „Kleine Höhe“ eine der wenigen zusammenhängenden Frischluftzonen in Nordrhein-Westfalen und entlastet mit Kaltluft die umliegenden Ballungsräume.

In Zeiten eines immer deutlicher in den Vordergrund rückenden Wertes der verbliebenen Freiräume soll die Kleine Höhe als letzter überregionaler Grünzug in Wuppertal an seiner engsten Stelle nicht bebaut werden. 

Die Bebauung mit einer MKV ist ein Teilschritt zum Verlust von großen Teilen der heute noch bestehenden wichtigen Freiflächen. Mit dem Beschluss des Rates der Stadt Wuppertal zu den Flächenmeldungen für potentielle Wohnbebauung im Rahmen des Regionalplans (VO/0714/19) sind bereits erste Schritte getan, um weitere Teile der „Kleinen Höhe“ ihrer bisherigen Nutzung zu entziehen.

Eine Belastung der Schutzgüter Landschaft, Artenschutz, Klima, Naherholung, Wasser und Boden kann vermieden werden. Innerhalb der örtlichen Zuständigkeit der Stadt Wuppertal steht mit der landeseigenen Fläche an der Parkstraße, eine gangbare Alternative für die Errichtung einer MKV zur Verfügung. Eine entsprechende Nutzung dieser Fläche würde das Vermeidungsgebot nach den §§ 1a Absatz 1 und 1a Absatz 2 Nr. 2 Baugesetzbuch berücksichtigen, da hier die zu erwarteten Umweltauswirkungen minimal sind

Die Unterzeichner sind der Meinung, dass man sich der Tragweite und der Fülle an stichhaltigen Argumenten nicht entziehen kann. Daher fordern wir die Stadtverordneten auf, den Satzungsbeschluss zur Schaffung von Baurecht auf der „Kleinen Höhe“ abzulehnen und die weiteren Planungen einzustellen und damit ihrer besonderen Verantwortung gerecht zu werden.

Gleichzeitig fordern wir von Rat und Verwaltung, eine der Tragweite der Entscheidung angemessene Form der Beratung des Satzungsbeschlusses, die auch eine breite öffentliche Diskussion und Beschlussempfehlungen der Fachausschüsse gewährt, möglich zu machen.

Es bleibt daher dabei: Keine Bebauung der „Kleinen Höhe“!

Yannick Bartsch, Vorsitzender SPD-Fraktion
Eva Rösener, Vorsitzende CDU-Fraktion
Cornelia Krieger, Vorsitzende der Fraktion von Bündnis90/Die Grünen
Petra Mahmoudi, Bezirksvertreterin Die LINKE
Werner Gilfert, Bezirksvertreter DCW

Die Entscheidung, die ja nur eine Empfehlung an den Rat der Stadt Wuppertal darstellt,  hätte theoretisch auch noch in die nächste BV-Sitzung gefällt werden können. Eine Mehrheit der Bezirksvertreter*innen entschied sich aber für die jetzige klare Positionierung, um die noch laufenden Entscheidungsprozesse für den Erhalt der Kleinen Höhe mit dieser Erklärung zu untermauern.