Unterlagen zum Offenlegungstermin

 

Bezirksregierung plant Wohngebiet auf Kleiner Höhe / Asbruch

Das Zusammenwachsen der Städte fängt nach dem Willen der Bezirksregierung-NRW jetzt erst richtig an:

Quelle: http://www.brd.nrw.de/planen_bauen/regionalplan/…pdf

Das ist die aktuelle Haltung der schwarz-gelben Landesregierung zum Thema Tiere, Planzen, Biologische Vielfalt, Boden Luft/Klima, Landschaft hier mitten im Grüngürtel zwischen Neviges und Wuppertal!

Danke an Thomas Küppers, Ratsmitglied und Kreistagsabgeordneter der Piraten für schnellen Infos an die BI!

Thomas Küppers:
"Auf Grund des Planungsrechts kann weder Velbert noch die Stadt Wuppertal heute Wohn- oder Gewerbegebiete auf der anderen Seite des Bahndammes in Neviges planen und entwickeln. Der Bahndamm stellt eine Grenze im Planungsrechts da. Sobald die Bezirksregierung diese Planung im Regionalplan verankert, stehen Tür und Tor für massive Bebauung auf der anderen Seite des Bahndammes offen. Wollen die Bürger das?"

Widerspruch gegen Offenlegungsbeschluss

Der Rat muss noch mal ran

Dank eines Einspruchs der Mitglieder im Stadtentwicklungsausschuss von GRÜNE, DIE LINKE, und FREIE WÄHLER wird sich der Rat der Stadt sich noch einmal  mit der Offenlegung zum Thema Kleine Höhe beschäftigen.

Die BI Kleine Höhe fordert, genau wie die Bezirksvertretung Katernberg,  eine öffentliche Bürgerinformationsveranstaltung mit Überblick zum aktuellen Planungsstand, den Veränderungen zur ersten Flächennutzungsplan-Offenlage, einer Zusammenfassung der im B-Plan offengelegten Aspekte sowie Hinweise zu den bisher gemachten Eingaben und deren Würdigungen vor der zeitlich befristeten Offenlegung. Die außergewöhnlich hohe Beteiligung der Bürger an diesem Verfahren darf von der Verwaltung und den politischen Entscheidern nicht einfach übergangen werden!

Mehr Infos zum Einspruch siehe Tagesordnungspunkt Ö4.15 zur Ratssitzung am 20.05.2019 im Ratstinformationssystem.

Die 25 Dokumente zur geplanten Offenlegung mit weit über 1000 Seiten finden sich auf der Forensikseite der Stadt Wuppertal.

Presseerklärung

Presseerklärung der BI Kleine Höhe zum
STADTENTWICKLUNGSAUSSCHUSS MORGEN 9.5.2019

Immer noch kein Umdenken in Sachen Flächenschutz?!?

Länder machen mobil gegen Steinwüsten in Vorgärten“, so die WZ Nr.106 vom 8.5.2019 auf der Titelseite. Mit „Länder“ sind die deutschen Bundesländer gemeint, die vom UN–Artenschutzbericht vom 8.5.2019 aufgeschreckt sind. Die „Kleine Höhe“ , eine derzeit landwirtschaftlich genutzte Ackerfläche mit Lebensraum für viele Arten- aber auch für den Erholung suchenden Stadtbewohner- ist der „Vorgarten“ der Stadt Wuppertal und eine wertvolle, da unversiegelte Potentialfläche. Aber diese Stadt lädt für den 9.5.2019 zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss- mit dem TOP „Forensik auf die Kleine Höhe“ ein. Dieses Vorgehen ignoriert den Willen vieler Einwohner von Wuppertal, u.a. die Mitglieder der BV Uellendahl–Katernberg haben am 2.5.2019 einstimmig gegen die Bebauung gestimmt.

Da ist es ermutigend zu beobachten, wie den Verband „Mehr Demokratie NRW“ das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern begeistert, siehe Artikel in der WZ(wie oben) “Wenn die Bürger sich direkt in die Politik einmischen“ mit Foto und Untertitel „1 Mio für Artenvielfalt“ und wie die Bewegung „Fridays for Future“, die Themen „Klimaschutz und Artenschutz“ vertritt.

Auch das Stadtentwicklungskonzept (StEK) „Zukunft Wuppertal“ enthält unter seinen Leitbildern dieses: „Lebenswertes Wuppertal“ dazu u.a. “Freiraum, Die Grüne Großstadt“, „Klimawandel und Anpassung, Wuppertal denkt voraus“. Das sind Themen, die in ihrer Konsequenz die Bebauung einer landwirtschaftlich genutzten Ackerfläche mit Lebensraum für viele Arten, inmitten eines durchgängigen Grüngürtels am Nordrand unserer Stadt verbieten:
Klimaschutz:
Boden-Versiegelung bedeutet Verzicht auf Kohlenstoffdioxid –Minderung der Atmosphäre, Zerstörung von Artenvielfalt, Verzicht auf Wasserreservoir im Boden (Bäche trocknen aus).
Dazu gibt es die in deutsches Recht am 13.5.2017 umgesetzte EU-Richtlinie 2014/52, deren Einhaltung die BI KH verfolgt.

Der Stadtrat Wuppertal aber fördert Zerstörung von Umwelt und Zukunft anstatt Schutzmaßnahmen zu ergreifen!!

Wir fordern endlich umzudenken und die Pläne für eine Bebauung der Kleinen Höhe zu stoppen. Arten-, Flächen- und Klimaschutz findet nicht abstrakt oder irgendwo anders statt, sondern konkret vor unserer Haustür!