BI-Kleine Höhe: Wie geht es weiter?

Mit dem Ratsbeschluss vom 22.06.2020 (Rats-TV), der den Bau einer Forensischen Klinik auf einer Fläche der Kleinen Höhe zu den Akten gelegt hat, ist nach Ansicht der Aktiven der BI Kleine Höhe ein wichtiges Zwischenziel erreicht. Daher richtet sich jetzt unser Blick ein Stückchen zurück (Das Kleine Höhe Video), aber vor allem nach vorne.

Wie es weiter geht

Seit Gründung der Bürgerinitiative im Jahre 1981 geht es ihr um den langfristigen Erhalt des Grüngürtels zwischen den Stadtgebieten Wuppertals und Velberts.

Dieses Ziel ist noch nicht erreicht, wie die aktuellen Planungen zeigen:

Die Bürgerinitiative wird nach dem wichtigen Ratsbeschluss folgende Themen weiter aktiv begleiten:

  1. Einbringen in das Regionalplanverfahren mit dem Ziel der Änderung des Regionalplans im Bereich der Kleinen Höhe von Gewerbefläche / Sonderfläche hin zu Freiraum- und Agrarbereich.

  2. Einbringen in das Regionalplanverfahren bzgl. der Fläche „Asbruch W_05“, mit dem Ziel, auch hier den Freiraum zu erhalten.

  3. Ideen hin zur ökologischen Aufwertung der Fläche sammeln und durch Abstimmung mit den Landwirten und der Politik umsetzen.

  4. Entwicklung der Kleinen Höhe Fläche zum Naturerholungsraum mit einer Anlauf- und Aussichtsstelle sowie Schautafeln zur Umgebung, zur Tier- und Pflanzenwelt sowie zur Landwirtschaft. Nutzung von Fördermitteln, wenn möglich.

  5. Ein „Belvedere Nord“, als Ausblickpunkt mit Blick in Richtung Windrather- und Neandertal als weiteren attraktiven Anlaufpunkt für Jung und Alt im Stadtgebiet.

  6. Planung und Einrichtung eines Rundwanderweges auf der Kleinen Höhe und deren Umgebung mit dem Sauerländischen Gebirgsverein u.a. Partnern.

  7. Entwicklung eines Konzeptes für mehr Sauberkeit und Attraktivität der Aufenthaltsorte auf der Kleinen Höhe sowie deren Pflege.

Was passiert mit den eingesammelten Mitteln?

Im Kreise der aktiven BI-Mitglieder wurde über die Verwendung der über Sammelaufrufe und in vielen Aktionen gesammelten Mittel beraten. Da sich alle einig sind, dass das Ziel – Erhalt der Kleinen Höhe – noch nicht erreicht ist, haben wir uns gegen die Auflösung unseres Kontos – verbunden mit Spende des Restbetrags für gemeinnützige Zwecke – entschieden. Wir bitten Unterstützer*innen mit Fragen zu dieser Thematik, oder die Einblick über den Stand der Mittel oder die bisherige Verwendung wünschen, sich bei uns unter info@kleinehoehe.de zu melden. Genauso, wenn sie von der Option Gebrauch machen wollen, den bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht verwendeten Anteil ihres Beitrags zurückzuerhalten.

Das Kleine Höhe Video

Als kleinen Rückblick auf unsere Aktionen präsentieren wir unser schon im Sommer produziertes Video, mit dem noch Mal mit bewegten Bildern die Gründe für den Erhalt der Kleinen Höhe in den Mittelpunkt gerückt werden:

Infos zur Stichwahl

Die Stichwahl ist eröffnet! Seit Donnerstag werden die Briefwahlunterlagen verschickt, zudem kann direkt im Rathaus in Barmen gewählt werden. Also: Ran an die Urnen und für eine hohe Wahlbeteiligung sorgen!
Hier nochmals die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Wahl:
1. Wer schon vor dem 27.09. direkt wählen möchte, kann dies im Rathaus Barmen und muss dafür nur seinen Personalausweis mitbringen. Die Direktwahl ist möglich:
· Montag bis Mittwoch 8 bis 16 Uhr
· Donnerstag 8 bis 17:30
· Freitag 8 bis 18 Uhr
im Lichthof des Rathauses Barmen.
2. Wer für die Kommunalwahl am 13.9. Briefwahl beantragt hatte, bekommt auch für die Stichwahl Briefwahlunterlagen zugesandt. Diese sollten spätestens am 22.9. im Briefkasten sein. Wer dann noch keine Unterlagen hat, sollte sich an die Wahlhotline der Stadt 0202 563-9009 wenden.
3. Wer am 27.09. im Wahllokal wählen will, für den ist folgende Information wichtig: Für die Stichwahl werden KEINE neuen Wahlbenachrichtigungen versandt. Am Sonntag, 27.9. ist die Stimmabgabe im gleichen Wahllokal wie für die Kommunalwahl möglich. Dafür wird lediglich der Personalausweis gebraucht. Es ist daher unproblematisch, wenn man die ursprüngliche Wahlbenachrichtigung nicht mehr hat.

Kandidatencheck des Initiativkreis pro Naturraum

Der Initiativkreis pro Naturraum, dem auch die BI Kleine Höhe angehört, hat zur  Kommunalwahl Fragen zur Haltung der jeweiligen OB-Kandidaten und Kandidatinnen zu den jeweils vor Ort umstrittenen Grünzügen erstellt.

Die Fragen wurden am 08.09.2020, also leider mit sehr wenig Zeit zur Beantwortung, versendet.

Die erste Antwort von Prof. Uwe Schneidewind liegt vor. Er spricht sich klar dafür aus, die Fläche nicht als Wohn- oder Gewerbefläche weiter zu entwickeln, sondern sie als Naherholungsraum und in einem überregionalen Freiflächenverbund zu erhalten. Lesen sie alle Fragen des IK pro Naturraum mit den Antworten von Uwe Schneidewind hier: Kandidatencheck Uwe Schneidewind

Grüne: Mehr Schutz für die Kleine Höhe

WZ 19.08.2020 Aus den Stadtteilen S. 25

Kleine Höhe. Die Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg will die Kleine Höhe dauerhaft sichern. Die Fläche, die aktuell landwirtschaftlich genutzt wird, aber planungsrechtlich theoretisch noch als Gewerbefläche vorgesehen ist, soll in einen Allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich umgewandelt werden. Dazu müsste der Regionalplan geändert werden.
Einstimmig sprach sich die BV in der jüngsten Sitzung auf Antrag der SPD dafür aus, dass die Stadt dies bei der Bezirksregierung beantragt. Wenn die regionalplanerischen Voraussetzungen vorliegen, soll die Wuppertaler Verwaltung wiederum im Flächennutzungsplan die Einstufung der Kleinen Höhe von gewerblicher Baufläche in landwirtschaftliche Fläche ändern. Dieser Teilauftrag wurde bei einer Gegenstimme von Sascha Todtenhausen (FDP) angenommen. Die Freien Demokraten hatten bekanntlich die Idee ins Spiel gebracht, die Kleine Höhe zum Naherholungsgebiet zu entwickeln. Ein Vorstoß, der gerade im Stadtteilgremium auf Widerstand stieß. Die Grünen brachten am Donnerstag noch eine Ergänzung zum Antrag ein, der sich die anderen Fraktionen anschlossen. Diese seien wichtig, machte der stellvertretende Bezirksbürgermeister Christian Limbach deutlich, den Schutz der Fläche zu gewährleisten. So soll die Kleine Höhe zukünftig im Regionalplan in der Beikarte „Regionaler Biotopverbund“ ausgewiesen werden. Das Areal gehöre somit zu den Bereichen „mit besonderen Potentialen für den Schutz des Klimas sowie für die Anpassung von Natur und Landschaft an den Klimawandel“. Die BV kämpft seit Jahrzehnten gegen jedwede Bebauung der Kleinen Höhe.⇥est

Quelle WZ-Print / e-pages