Ein Gedanke zu „GRÜNE für die vollständige Erhaltung der Kleinen Höhe“

  1. WZ-Artikel v. 22.2.2019 „Kleine Höhe: SPD kritisert Grüne für Ablehnung“:

    „Den verbalen Angriff des SPD-Fraktionsführers auf die Grünen Wupperal in der heutigen Ausgabe der WZ Wuppertal kann man nur als dreist, ja sogar als dummdreist bezeichnen. Denn Herr Reese versucht die Wuppertaler Wähler für dumm zu verkaufen. Er macht eine Milchmädchenrechnung auf, indem er einfach Zahlen gegeneinander aufrechnet, die man bei einem ökologischen System wie einer Landschaft, die in diesem Fall z.T. mit Landwirtschaft bewirtschaftet wird, nicht einfach so rechnen kann. Denn bei einem Ökosystem wie der Kleinen Höhe, das mit einem Bauvorhaben wie der forensischen Klinik konfrontiert wird, spielen noch eine Vielzahl an Faktoren für deren zukünftige, nachhaltige Entwicklung eine Rolle, die Herr Reese einfach übergeht und nicht berücksichtigt bei seinem politischen Vorgehen:
    Z.B.:
    1.) Um eine Forensik herum müssen Mindestabstände eingehalten werden, die über das Forensikgelände hinausgehen, es müssen Ausgleichsflächen für den Artenschutz abgerechnet werden, die das landwirtschaftliche Gebiet weiter verringern und z.T. nicht mehr wirtschaftlich machen können.
    2.) Durch den Bau der Forensik und der dafür notwendigen Infrastruktur werden ökologische Zusammenhänge auseinandergerissen, wie z.B. Biotope und Biotopverbünde, die unwiderbringlich zerstört werden, ganz abgesehen davon, dass generell nicht sicher ist, ob die Ausgleichsflächen von den geschützten Tieren wie der Feldlerche überhaupt angenommen werden. Wenn nicht, sind auch diese Tiere für das ökologische Gleichgewicht der Kleinen Höhe verloren.

    Die Bürgerinitiative „Kleine Höhe“ fordert seit Jahrzehnten generell den Erhalt der Frischluftschneise „Kleine Höhe“. Jede Versiegelung dieser wichtigen klimatischen Ausgleichsfläche zwischen zwei Städten würde das Streben der Stadt Wuppertal und des SPD-Bürgermeisters als klimafreundliche Stadt dazustehen, ad absurdum führen und unglaubhaft machen.

    Klima-, Landschafts-und Naturschutz sollte man nicht nach machtpoltischem Tagesgeschäft und machtpolitischen Interessen hin und her wenden wie das berühmte Mäntelchen nach dem Wind und gleichzeitig glauben, man würde damit für die nächste Kommunalwahl Wählerstimmen gewinnen.
    Denn Umweltschutz war bisher generell nicht das „Kerngeschäft“ der SPD in Bund, Land und Stadt und mit solch taktischen Umwelt-Pseudoanträgen erweist Herr Reese seiner Partei einen Bärendienst, bei dem der Schuß nach hinten losgehen kann.

    So langsam kann man sich angesichts solcher Manöver fragen, ob Herr Reese für seine Partei noch tragbar ist.“

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