Wirtschaft auf der Kleinen Höhe II

Strohpressen der Wuppertaler Landwirtsfamilien Reuter, Heimes und Bröcker am 18.07.2018

 

Alle diese Flächen wären, wenn der Rat der Stadt Wuppertal ein „weiter so“ beschließen würde, für die Landwirtschaft für immer verloren!

Augenscheinlich nur ein „kleines“ 5 ha Stück für die Forensische Klinik. In Wirklichkeit steht aber die gesamte Kleine Höhe auf dem Spiel. Als Ausgleichsfläche (SPD-Fraktion) oder als Gewerbegebiet (CDU-Fraktion).

Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/geoportal/index.php. > Bebauungsplanverfahren. Helle Fläche: Forensikplanung 4,9 ha, schraffierte Fläche Kleine Höhe – s.g. „Gewerbefläche“ 50 ha.

 

Beiden politischen Ansätzen ist gemein: Alle Flächen wären verloren für die Landwirtschaft.

Aus Sicht der Landwirte und der BI „Kleine Höhe“ sind diese Pläne zu verwerfen, da sie unter anderem gegen alle Regeln der Raumplanung verstoßen.

Mehr: Wirtschaft auf der Kleinen Höhe I

Unbekannte zerstören Demowagen

Wer macht sowas?

In der Nacht vom Freitag auf Samstag haben sich Unbekannte über unseren gerade erst liebevoll hergerichteten Demowagen hergemacht.

2 von 3 Plakaten verschwunden
Plakate Bauer Bröker / BI Kleine Höhe

Es wurden 2 Plakate mit Hilfe eines Cuttermessers o.Ä abgeschnitten und entfernt. Es handelt sich dabei um zwei Plakate aus LKW-Plane im Wert von 400 €. Wir haben die Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht und halten uns strafrechtliche Schritte vor. Da noch ein Plakat hängengeblieben ist, gehen wir davon aus, das die/der Täter gestört wurden. Bitte melden Sie sich, wenn Sie etwas beobachtet haben. Teilen nicht vergessen!

Landwirte und Elterninitiative kämpfen gemeinsam um die Kleine Höhe

Loklokalkompasalkompass vom 09.05.2016

5 Bilder

Velbert: Kleine Höhe
„Es kann nicht sein, dass wir Landwirte immer alles ausbaden müssen“, ärgert sich Tim Neues von der Ortsbauernschaft Wuppertal. Gemeinsam mit weiteren Landwirten, Anwohnern und Interessierten kam er jetzt an der „Kleinen Höhe“ zusammen, um sich über die Pläne für dieses Gebiet auszutauschen. „In Nordrhein-Westfalen werden täglich 15 Hektar Land zubetoniert und bebaut. Das können wir uns einfach nicht mehr erlauben“, so der Milchbauer weiter. „Fläche ist nicht vermehrbar und wir können einfach nicht auf mehr auf weitere fruchtbare Böden verzichten!“ Originalartikel  Landwirte und Elterninitiative kämpfen gemeinsam um die Kleine Höhe weiterlesen

Bauern gegen Forensik

Kleine Höhe Foto: Daniel Neukirchen

Wuppertal. Der Raps blüht leuchtend gelb und duftet süß. Der Blick kann weit über die hügelige Landschaft gleiten. „Das alles wird dann nicht mehr sein“, sagte Tim Neues, Vorsitzender der Ortsbauernschaft WuppertalWest, und macht damit deutlich, was der Bau einer Forensik für die Kleine Höhe bedeuten würde.

Die betroffenen Landwirte präsentierten gestern vor Ort erneut ihre Argumente gegen den Standort. Unterstützung erhielten sie von Anna Mahlert von der Elterninitiative Keine Forensik auf der Kleinen Höhe, die der Stadt undemokratisches Vorgehen vorwarf.
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„Fläche wächst nicht nach“

Lokalkompass Velbert-Neviges am 24.02.2016
Kleine Höhe

Für Landwirte wird es immer schwieriger, ihre betriebe zu halten und wirtschaftlich zu arbeiten, wenn weiterhin ökologisch wertvolle Freiflächen bebaut werden. Auch ob Inga Bröcker später den Betrieb ihres Vaters in Wuppertal übernehmen kann, ist dann fraglich

 

 

Als „sinnlosen Flächenfraß ohne Not“ bezeichnet Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann sowie stellvertretender Kreislandwirt und Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal-Ost, die Pläne, eine Forensik auf der „Kleinen Höhe“ zu errichten. Gemeinsam mit vielen weiteren Landwirten der Region appelliert er daher an die Stadtverwaltung Wuppertal, von der Umsetzung abzusehen. „Bis 2017/2018 müsste die Stadt den Bebauungsplan für diese Fläche ändern. Derzeit sieht es diesbezüglich nach einer deutlichen Mehrheit im Rat aus“, weiß Dahlmann. „Dies gilt es mit vernünftigen Argumenten zu verhindern!“ Originalartikel  „Fläche wächst nicht nach“ weiterlesen

Forensik: Bauern wehren sich gegen Flächenfraß

Die Landwirte kritisieren die Stadt und Ministerin Barbara Steffens wegen der Standortwahl.

 

Die Landwirte Tim Neues, Martin Dahlmann und Carsten Bröcker mit Tochter Inga. Andreas Fischer

Wuppertal. Die Anwohner sind dagegen, die Lokalpolitiker der Bezirksvertretung – und jetzt haben auch noch mal die Ortsbauern ihren Widerstand gegen die geplante Forensik auf der Kleinen Höhe bekräftigt. „Das ist ein sinnloser Flächenfraß“, kritisierten Martin Dahlmann, der stellvertretende Kreislandwirt, und seine Mitstreiter am Montag bei einer Pressekonferenz. „Ohne Not wird jungfräuliches Ackerland bebaut.“

„Jetzt redet man über Landschaftsschutz und Naturschutz. Vielleicht muss man in ein paar Jahren über Landwirtschaftsschutz reden.“
Tim Neues, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal-West

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Die Uneigennützigkeit sichern

WZ Samstag, 27. März 1982
Wuppertaler Nachrichten

Stadt erklärt „Befangenheit“/Michael Ruppert (FDP) stimmt im Rat nicht mehr mit

Der in der WZ veröffentlichte Artikel „Platte entschied: Bauer befangen’ gibt der Verwaltung Veranlassung, auf folgendes hinzuweisen:
(1) Nach unserer Gemeindeordnung dürfen Stadtverordnete oder Bezirksvertreter weder beratend noch entscheidend tätig werden, wenn die Entscheidung ihnen unmittelbaren Vorteil oder Nachteil bringen kann. Sinn dieser Vorschrift ist es, die Unparteilichkeit und Uneigennützigkeit der Entscheidungen zu sichern und damit das Vertrauen der Bürger in deren Objektivität zu begründen.
(2) Die entsprechenden Vorschriften über diese sogenannte „Befangenheit“ sind allen Mandatsträgern bekannt. Sie müssen in erster Linie selbst prüfen, ob sie im Einzelfall befangen sind. Die Entscheidung darüber trifft das jeweilige Gremium Selbst. Beschlüsse, an denen ein Stadtverordneter oder Bezirksvertreter mitwirkt, obwohl er als befangen anzusehen ist, sind rechtsunwirksam. Dem Oberstadtdirektor obliegt es, den Rat und die Bezirksvertretungen auch in

Fragen der Befangenheit zu beraten und darauf hinzuweisen, daß keine unwirksamen Beschlüsse gefaßt werden. Der FDP-Stadtverordnete Michael Ruppert informierte gestern die WZ, daß er an zukünftigen Ratsabstimmungen zum Thema „Industriegebiet Kleine Höhe’ nicht mehr teilnehmen wird. Ruppert wohnt im Schevenhofer Weg.

Platte entschied: Bauer befangen

WZ Freitag, 26. März 1982
Wuppertaler Nachrichten

Bei Abstimmung um die „Kleine Höhe“

Diese Woche hat ihre Zweite Befangenheitsdiskussion. Spann sich am Montag im Rat eine lange Debatte um die Befangenheit des L418-Gegners Kisler, so war es am Mittwoch abend wieder ein CDU-Mann, der unfreiwillig aus einer Abstimmung ausschied. Der Landwirt Hans vom Endt ist, so entschied der Oberstadtdirektor, in Sachen „Industriegebiet Kleine Höhe’, befangen. Und das, obwohl das Mitglied der Bezirksvertretung Uellendahl-Katernberg nicht im Bebauungsplangebiet 750/ Kleine Höhe – wohnt.

In einer der letzten Sitzunen der BV hatte VOm Endt (Nevigeser Straße 681) mit Nachdruck sein Votum für die Einholung eines ökologischen Gutachtens zur Kleinen Höhe abgegeben, und sich so gegen die Verwaltungsmeinung gestellt. Wenige Tage später ließ der zuständige Beigeordnete Ahlemann vom Rechtsamt prüfen, ob vom Endt nicht vielleicht befangen sei. Er ist, befand man. Vom Endt aber sieht das ganz anders. Er habe in Sachen Kleine Höhe in bestem Glauben mitgestimmt, weil er außerhalb des Plangebietes wohne. Der CDU-Vertreter in der BV: „Und alle von mir gepachteten Felder, die das Rechtsamt im entsprechenden Gebiet sieht, bin ich bereit sofort aufzugeben.“ Doch bereits in der Bezirksvertretungssitzung ließ das Rechtsamt erkennen, daß die Sache damit nicht abgetan sein würde. Allein die Tatsache, daß vom Endt in einem gewissen Einzugsbereich von zwei bis drei Kilometern um die Kleine Höhe wohne, mache ihn befangen. Schließlich könne er auch am Rande durch starke Belästigungen eines solchen Industriegebietes unmittelbar betroffen sein.

Vom Endt aber will die Sache damit nicht auf sich beruhen lassen. „Entdeckt die Verwaltung eigentlich nur dann Befangenheit, wenn man gegen ihre Vorlagen ist?“ fragte er aufgebracht. Auch ohne vom Endt setzte sich dann der BV-Antrag, den Stadtrat um Einholung eines ökologischen Gutachtens zu bitten, durch. Susanne Hensmann