„Die Bundesgartenschau hat mit Nachhaltigkeit nichts zu tun“

WZ 06.02.2020

WUPPERTALER ORTSBAUERNSCHAFT:

Interview Landwirt Martin Dahlmann kritisiert die Schau und befürchtet weiteren Flächenfraß.

Landwirt Martin Dahlmann würde sich Alternativen zur Buga wünschen. Foto: Tanja Bamme

Von Claudia Kasemann

Bundesgartenschau in Wuppertal: Viel wird über das Thema derzeit diskutiert. Während sich die einen auf Blumenbeete und Besucher freuen und sie als Beitrag zum Image-Gewinn für die Stadt sehen, kritisieren andere das Großprojekt als überflüssig, teuer und ungeeignet für die Bergische Metropole. Im Gespräch mit der WZ erklärt Martin Dahlmann, Vorsitzender der Orts- und Kreisbauernschaft, warum er die Veranstaltung kritisch sieht.

Info
Landwirte im Tal

Person Martin Dahlmann ist Ortsvorsitzender und Kreisvorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann, zu der das Bergische Städtedreieck ebenfalls gehört.

Zahl Es gibt etwa 100 landwirtschaftliche Betriebe im Stadtgebiet, Haupt- und Nebenbetriebliche.

Informationen Wuppertaler Betriebe präsentieren sich und ihre Aktivitäten online:

www.bauern-in-wuppertal.de

Herr Dahlmann, was haben Sie gegen die Bundesgartenschau – es geht doch um Natur?

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Wirtschaft auf der Kleinen Höhe II

Strohpressen der Wuppertaler Landwirtsfamilien Reuter, Heimes und Bröcker am 18.07.2018

 

Alle diese Flächen wären, wenn der Rat der Stadt Wuppertal ein „weiter so“ beschließen würde, für die Landwirtschaft für immer verloren!

Augenscheinlich nur ein „kleines“ 5 ha Stück für die Forensische Klinik. In Wirklichkeit steht aber die gesamte Kleine Höhe auf dem Spiel. Als Ausgleichsfläche (SPD-Fraktion) oder als Gewerbegebiet (CDU-Fraktion).

Quelle: https://www.wuppertal.de/microsite/geoportal/index.php. > Bebauungsplanverfahren. Helle Fläche: Forensikplanung 4,9 ha, schraffierte Fläche Kleine Höhe – s.g. „Gewerbefläche“ 50 ha.

 

Beiden politischen Ansätzen ist gemein: Alle Flächen wären verloren für die Landwirtschaft.

Aus Sicht der Landwirte und der BI „Kleine Höhe“ sind diese Pläne zu verwerfen, da sie unter anderem gegen alle Regeln der Raumplanung verstoßen.

Mehr: Wirtschaft auf der Kleinen Höhe I

Unbekannte zerstören Demowagen

Wer macht sowas?

In der Nacht vom Freitag auf Samstag haben sich Unbekannte über unseren gerade erst liebevoll hergerichteten Demowagen hergemacht.

2 von 3 Plakaten verschwunden
Plakate Bauer Bröker / BI Kleine Höhe

Es wurden 2 Plakate mit Hilfe eines Cuttermessers o.Ä abgeschnitten und entfernt. Es handelt sich dabei um zwei Plakate aus LKW-Plane im Wert von 400 €. Wir haben die Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht und halten uns strafrechtliche Schritte vor. Da noch ein Plakat hängengeblieben ist, gehen wir davon aus, das die/der Täter gestört wurden. Bitte melden Sie sich, wenn Sie etwas beobachtet haben. Teilen nicht vergessen!

Landwirte und Elterninitiative kämpfen gemeinsam um die Kleine Höhe

Loklokalkompasalkompass vom 09.05.2016

5 Bilder

Velbert: Kleine Höhe
„Es kann nicht sein, dass wir Landwirte immer alles ausbaden müssen“, ärgert sich Tim Neues von der Ortsbauernschaft Wuppertal. Gemeinsam mit weiteren Landwirten, Anwohnern und Interessierten kam er jetzt an der „Kleinen Höhe“ zusammen, um sich über die Pläne für dieses Gebiet auszutauschen. „In Nordrhein-Westfalen werden täglich 15 Hektar Land zubetoniert und bebaut. Das können wir uns einfach nicht mehr erlauben“, so der Milchbauer weiter. „Fläche ist nicht vermehrbar und wir können einfach nicht auf mehr auf weitere fruchtbare Böden verzichten!“ Originalartikel  Landwirte und Elterninitiative kämpfen gemeinsam um die Kleine Höhe weiterlesen

Bauern gegen Forensik

Kleine Höhe Foto: Daniel Neukirchen

Wuppertal. Der Raps blüht leuchtend gelb und duftet süß. Der Blick kann weit über die hügelige Landschaft gleiten. „Das alles wird dann nicht mehr sein“, sagte Tim Neues, Vorsitzender der Ortsbauernschaft WuppertalWest, und macht damit deutlich, was der Bau einer Forensik für die Kleine Höhe bedeuten würde.

Die betroffenen Landwirte präsentierten gestern vor Ort erneut ihre Argumente gegen den Standort. Unterstützung erhielten sie von Anna Mahlert von der Elterninitiative Keine Forensik auf der Kleinen Höhe, die der Stadt undemokratisches Vorgehen vorwarf.
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„Fläche wächst nicht nach“

Lokalkompass Velbert-Neviges am 24.02.2016
Kleine Höhe

Für Landwirte wird es immer schwieriger, ihre betriebe zu halten und wirtschaftlich zu arbeiten, wenn weiterhin ökologisch wertvolle Freiflächen bebaut werden. Auch ob Inga Bröcker später den Betrieb ihres Vaters in Wuppertal übernehmen kann, ist dann fraglich

 

 

Als „sinnlosen Flächenfraß ohne Not“ bezeichnet Martin Dahlmann, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Mettmann sowie stellvertretender Kreislandwirt und Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal-Ost, die Pläne, eine Forensik auf der „Kleinen Höhe“ zu errichten. Gemeinsam mit vielen weiteren Landwirten der Region appelliert er daher an die Stadtverwaltung Wuppertal, von der Umsetzung abzusehen. „Bis 2017/2018 müsste die Stadt den Bebauungsplan für diese Fläche ändern. Derzeit sieht es diesbezüglich nach einer deutlichen Mehrheit im Rat aus“, weiß Dahlmann. „Dies gilt es mit vernünftigen Argumenten zu verhindern!“ Originalartikel  „Fläche wächst nicht nach“ weiterlesen

Forensik: Bauern wehren sich gegen Flächenfraß

Die Landwirte kritisieren die Stadt und Ministerin Barbara Steffens wegen der Standortwahl.

 

Die Landwirte Tim Neues, Martin Dahlmann und Carsten Bröcker mit Tochter Inga. Andreas Fischer

Wuppertal. Die Anwohner sind dagegen, die Lokalpolitiker der Bezirksvertretung – und jetzt haben auch noch mal die Ortsbauern ihren Widerstand gegen die geplante Forensik auf der Kleinen Höhe bekräftigt. „Das ist ein sinnloser Flächenfraß“, kritisierten Martin Dahlmann, der stellvertretende Kreislandwirt, und seine Mitstreiter am Montag bei einer Pressekonferenz. „Ohne Not wird jungfräuliches Ackerland bebaut.“

„Jetzt redet man über Landschaftsschutz und Naturschutz. Vielleicht muss man in ein paar Jahren über Landwirtschaftsschutz reden.“
Tim Neues, Vorsitzender der Ortsbauernschaft Wuppertal-West

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