Kategorie: Presse, Medien
Analyse
https://mailchi.mp/… Dirk Lotze![]()
Forensik vom Tisch, Gewerbeplanung bleibt

Eine Analyse zum Wuppertaler Ratsentscheid, anhand von Stellungnahmen und von Dokumenten der Stadtplanung.
Es ist ein zweischneidiges Ergebnis für den Freiraum Kleine Höhe, im Grüngürtel von Wuppertals Norden: Einerseits ist mit Mehrheit in geheimer Abstimmung seit Montag (22. Juni 2020) der Bebauungsplan für eine forensisch-psychiatrische Landesklinik vom Tisch. Andererseits bleibt die umstrittene Fläche an der Grenze zu Wülfrath und Velbert eines der größten, geplanten Gewerbegebiete in der Hand der Stadt Wuppertal. Es erfüllt vergleichsweise viele Voraussetzungen zur schnellen Vermarktung. Eine streitige Diskussion zu den Plänen wird es unter den Parteien vor der Ratswahl im September nicht mehr geben. Einem ersten Antrag von Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) ist die Grundlage entzogen, indem die Forensik abgelehnt ist. Heute (24. Juni 2020) stehen im Rat weitere Beschlüsse zum künftigen Umgang mit Gewerbeflächen an – die die Kleine Höhe nicht nennen, aber betreffen werden.
Die Kleine Höhe ist landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Nevigeser Straße und Asbruch auf Wuppertaler Gebiet. Die Felder sind kilometerweit sichtbar. Sie sind eine Schmalstelle im Grünzug zwischen dem Neandertal im Kreis Mettmann und der märkischen Region. Die Kleine Höhe ist für Klima- und Naturschutz wichtig. Laut Planern besteht an der Stelle die Gefahr, dass Wuppertal und Velbert-Rosenhügel künftig zusammenwachsen. Ein Szenario, das niemand will. Gültige Beschlüsse der Stadt Wuppertal allerdings nennen die Kleine Höhe weiter klar als geplantes Gewerbegrundstück. Und nach Untersuchungen von diesem Jahr wird die Stadt in weniger als fünf Jahren kaum noch Handlungsspielraum haben: Dann werden rechnerisch alle verfügbaren Firmengrundstücke guter Qualität verbraucht sein.
Ringen um freie Fläche Analyse weiterlesen
Presserückblick vor der Ratsentscheidung
Presseartikel und Leserbriefe seit der Entscheidung der Wuppertaler CDU im Mai 2020 für den Erhalt der Freifläche an der Kleinen Höhe
21.06.2020 https://www.wz.de/nrw/wuppertal-stimmt-ueber-massregelvollzugsklinik-ab_aid-51766055
12.06.2020 https://wuppertal-total.de/politik-wirtschaft/cdu-spottet-ueber-anfrage-der-spd-mdl/
10.06.2020 https://www.wz.de/nrw/wuppertal/forensik-suche-ist-abgeschlossen_aid-51597805
10.06.2020 https://wuppertal-total.de/politik-wirtschaft/klare-antwort-aus-duesseldorf-zum-forensik-standort/
Weitere Artikel hier Presserückblick vor der Ratsentscheidung weiterlesen
Sonntag, 7. Juni 2020, 11 Uhr Freiraum contra Bauprojekte Rundgang an der Kleinen Höhe und am Asbruch
https://dirk.lotze.de/Stadtzeit/2020-06-07-Wandertermin-KleineHoehe
Grüne „Schon überrascht“
Live-Abstimmung in der Rundschau
Im Text des folgenden Artikels
Stattdessen Ex-Klinik Aprath?:
CDU lehnt „Kleine Höhe“ als Forensik-Standort nun ab
läuft seit dem 04.05.2020 diese Umfrage:
Bitte mit abstimmen!
Forensik auf der Kleinen Höhe: Diskussion am Wendepunkt
Berg und Tal – Beiträge zur Stadtpolitik / https://mailchi.mp/ 21.04.2020
Wuppertaler Ratsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU wollen Entscheidung in den Juni verschieben.

Die Fläche an der Grenze zwischen Wuppertal, Velbert und Wülfrath (Archivfoto vom Sommer 2019) wird für Landwirtschaft und Erholung genutzt.
Wuppertal. Der Streit um eine geplante, forensisch-psychiatrische Klinik auf der Kleinen Höhe, an der Grenze von Wuppertal, Velbert und Wülfrath, spitzt sich zu. Die Unterlagen der Stadt Wuppertal zu dem umstrittenen Landesprojekt sind laut Gegnerinnen und Gegnern unübersichtlich und womöglich lückenhaft. Ein vermittelnder Vorschlag der Projektbefürworter sei schlicht unglaubhaft: Es werde bestimmt weitere Bebauung rund um die Klinik folgen und den Freiraum in der Region weiter zerstören. In der Wuppertaler Stadtpolitik dreht sich die Stimmung: Die maßgeblichen Rats-Fraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen arbeiten zusammen und wollen den Beschluss zum Baurecht nun um einen Monat verschieben. In dem Fall wäre der für die Stadt entscheidende Zeitplan schon Makulatur. Dessen Eckpunkt ist bisher die endgültige Abstimmung am 11. Mai 2020.
Originalartikel Forensik auf der Kleinen Höhe: Diskussion am Wendepunkt weiterlesen
WDR Lokalzeit zum Thema Ratssitzungen in der Coronakrise
Die Kleine Höhe … Serie
Täglich neue Gründe, die Kleine Höhe zu bewahren
In unserer aktuellen Serie auf Facebook und jetzt auch auf Instagram geht es darum, noch einmal den Blick auf die Kleine Höhe zu lenken. Wir wollen zeigen, was auf dem Spiel steht bei der am 11. Mai anstehenden Entscheidung des Rates der Stadt Wuppertal.
Hier geht es zu unser 2. Serie: „Lieber Herr Mucke …“
Klicken Sie auf die einzelnen Bilder, oft gibt es noch weitere Informationen in den Kommentaren.
Für mehr gute Gründe hier Die Kleine Höhe … Serie weiterlesen
Als hinge das Weiterexistieren Wuppertals von dieser Entscheidung ab
Die Verwaltung der Stadt Wuppertal versucht mit aller Kraft die für den 11. Mai geplante Sitzung trotz der Einschränkungen, die durch die Corona Pandemie dagegen sprechen, durchzuziehen.
WZ-Artikel am 17.04.2020 zum Thema
Zur Bezirksvertretersitzung am 23. April:
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/rats-tv-in-wuppertal-bv-sitzung-zur-forensik-auf-der-kleinen-hoehe_aid-50087175
Und zur Ratssitzung am 11. Mai:
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/kleine-hoehe-duerfen-hinterbaenkler-im-wuppertaler-stadtrat-abstimmen_aid-50089509?
Die BI- Kleine Höhe spricht sich entschieden gegen diesen Aktionismus aus, da
- die Dringlichkeit nicht begründet wird
- der regelgerechte Weg über die Fachausschüsse ausbleibt
- Die Wahlentscheidung einer reduzierten Anzahl wählender Ratsmitglieder entspräche bei der Vielfalt der Überzeugungen zu diesem Thema kaum der Wahlentscheidung der Gesamtheit des Rates



