Regionalplan-Stellungnahmen

Danke an alle, die so fleißig mitgemacht haben!

Exemplarisch – als eine von vielen Stellungnahmen;
Treffender kann man kaum beschreiben, was uns antreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich wohne ca. 400 m Luftlinie vom Gebiet "Kleine Höhe" und es ist mein täglicher Spaziergang, daß ich über den Schanzenweg parallel zur Nevigeser Str. meine Runde beginne.

Abhängig von der Tageszeit, ob ich in den frühen Morgenstunde gehe oder zum Sonnenuntergang, sehe ich ganz verschiedene Tiere und ich erlebe auch die Natur ganz anders. Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht wundersame Begegnungen mit den verschiedensten Tieren habe, mal sind es die Rehe, die einzeln oder zu mehreren über die Felder gehen, mal sind es die Singvögel, die morgens besonders aktiv sind, mal Fuchs und Igel, leider auch Waschbären (und das ist weniger schön), Bussarde auf Mäusejagd und andere Greifvögel, die auf den Zaunpfählen sitzen, beobachten und im Herbst ihre Flügel spreizen und ein Sonnenbad nehmen. Und auch in den Bäumen nisten!  Ich bin schon 2 mal von oben attackiert worden und ich vermute, daß ich dem Gelege zu nahe gekommen bin. Ganz zu schweigen von dem weiten Blick über den Golfplatz zum Wolterberg, zu den Windrädern auf der Windrather Str. wo die Bio-Höfe angesiedelt sind in Richtung Deilbachtal. Es geht einem immer wieder das Herz auf, wenn man sieht, was auf den Feldern angepflanzt wird, wie sich die Farben gemäß der Reife verändern, geerntet werden und wieder neu ausgesät wird. Und am Ackerrand wachsen die schönsten Wildblumen, nicht nur Disteln und Wegerich, sondern auch Wegwarte, Malven, Klatschmohn und v.m..

Neben dem Erholungswert eines solchen Gebietes ist auch der Landfraß ein Thema. Wo sollen denn die Bauern noch aussäen, wenn überall fruchtbarster Ackerboden zuzementiert wird? Bauen kann man überall, aber das Land bestellen nicht. Unsere Bauern erzählen jetzt schon, daß sie zu einigen gepachteten Felder eine richtige Anreise haben, da immer mehr Ackerland in bebaubares Land umgewandelt wird und bedauern, daß wir Städter uns viel zu wenig für die Natur einsetzen!  Ich leite seit vielen Jahren eine walking-Gruppe, deren Mitgliedern zum größen Teil aus dem Hochhausgebiet  " Am Eckbusch"  stammen.  Und sie können sich garnicht vorstellen, wie oft ich in schon gehört habe, wenn wir durch die Diakonie-Wälder oder den Bölkumer Busch gewandert sind: " Ich wohne schon zig Jahre hier, aber ich habe noch nie gesehen, wie schön es hier ist." 

Und das stimmt. Es ist schön hier. Und erhaltenswert. Und schützenswert.

Wenn man Entscheidungen in dieser Wichtigkeit unseren Bürgermeistern und Kämmerern überläßt, entstehen nur noch Industriegebiete oder Bauland, was die Landschaft zersiedelt.  Aber um eine Stadt attraktiv zu machen, braucht es auch Wälder, Refugien,Fahrradtrassen, Nacherholungsgebiete,....   
                                  und darum setze ich mich für den Erhalt der kleinen Höhe ein.

Mit freundlichen Grüßen                  V. Zaiss

Logo_BI_TextWenn Sie eine Stellungnahme geschrieben haben, von der Sie wollen, dass sie an unseren Rechtsvertreter weitergegeben werden soll: Bitte senden sie sie uns zu. info@kleinehoehe.de

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