Presseerklärung

Presseerklärung der BI Kleine Höhe zum
STADTENTWICKLUNGSAUSSCHUSS MORGEN 9.5.2019

Immer noch kein Umdenken in Sachen Flächenschutz?!?

Länder machen mobil gegen Steinwüsten in Vorgärten“, so die WZ Nr.106 vom 8.5.2019 auf der Titelseite. Mit „Länder“ sind die deutschen Bundesländer gemeint, die vom UN–Artenschutzbericht vom 8.5.2019 aufgeschreckt sind. Die „Kleine Höhe“ , eine derzeit landwirtschaftlich genutzte Ackerfläche mit Lebensraum für viele Arten- aber auch für den Erholung suchenden Stadtbewohner- ist der „Vorgarten“ der Stadt Wuppertal und eine wertvolle, da unversiegelte Potentialfläche. Aber diese Stadt lädt für den 9.5.2019 zur Sitzung des Stadtentwicklungsausschuss- mit dem TOP „Forensik auf die Kleine Höhe“ ein. Dieses Vorgehen ignoriert den Willen vieler Einwohner von Wuppertal, u.a. die Mitglieder der BV Uellendahl–Katernberg haben am 2.5.2019 einstimmig gegen die Bebauung gestimmt.

Da ist es ermutigend zu beobachten, wie den Verband „Mehr Demokratie NRW“ das erfolgreiche Volksbegehren in Bayern begeistert, siehe Artikel in der WZ(wie oben) “Wenn die Bürger sich direkt in die Politik einmischen“ mit Foto und Untertitel „1 Mio für Artenvielfalt“ und wie die Bewegung „Fridays for Future“, die Themen „Klimaschutz und Artenschutz“ vertritt.

Auch das Stadtentwicklungskonzept (StEK) „Zukunft Wuppertal“ enthält unter seinen Leitbildern dieses: „Lebenswertes Wuppertal“ dazu u.a. “Freiraum, Die Grüne Großstadt“, „Klimawandel und Anpassung, Wuppertal denkt voraus“. Das sind Themen, die in ihrer Konsequenz die Bebauung einer landwirtschaftlich genutzten Ackerfläche mit Lebensraum für viele Arten, inmitten eines durchgängigen Grüngürtels am Nordrand unserer Stadt verbieten:
Klimaschutz:
Boden-Versiegelung bedeutet Verzicht auf Kohlenstoffdioxid –Minderung der Atmosphäre, Zerstörung von Artenvielfalt, Verzicht auf Wasserreservoir im Boden (Bäche trocknen aus).
Dazu gibt es die in deutsches Recht am 13.5.2017 umgesetzte EU-Richtlinie 2014/52, deren Einhaltung die BI KH verfolgt.

Der Stadtrat Wuppertal aber fördert Zerstörung von Umwelt und Zukunft anstatt Schutzmaßnahmen zu ergreifen!!

Wir fordern endlich umzudenken und die Pläne für eine Bebauung der Kleinen Höhe zu stoppen. Arten-, Flächen- und Klimaschutz findet nicht abstrakt oder irgendwo anders statt, sondern konkret vor unserer Haustür!

2 Gedanken zu „Presseerklärung“

  1. Hervorragender Artikel.

    Besser kann man es nicht ausdrücken.
    Die Stadtpolitik der Wuppertaler GroKo ist einzigartig.

    Nur schade,, dass darunter unsere nachfolgenden Generationen zu leiden haben.
    Greta Thunberg hat recht. Die Erwachsenen tun nichts.
    Es ist bereits 5 nach 12

  2. Statt mit der Seilbahn können sich unsere Kommunalpolitiker mit der Erhaltung wertvollen Ackerlandes einen Namen machen. Trauen Sie sich – es lohnt sich!

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