Kleine Höhe: Forensik-Gegner warten auf Planungsverfahren

wz-newsline 17.06.2016WZ_logo_90x60

Bürgerinitiative hat bereits 20000 Euro für einen Anwalt gesammelt. Nächste Bürger-Info findet am 7. Juli statt.

Immer wieder gab es Proteste gegen die Planung. Archiv Uwe Schinkel

Kleine Höhe. 20 000 Euro hat die Bürgerinitiative (BI) Kleine Höhe bereits für einen Anwalt gesammelt. Der soll die Anwohner in einem möglichen Rechtsverfahren gegen den Bau der Forensik an der Grenze zu Neviges vertreten. „Es waren knapp 200 Einzahlungen“, erklärt Uwe Teubner von der BI. Dass er und seine Mitstreiter nicht einmal zwei Monate brauchten, um das Geld zusammenzubekommen, sei auch ein Zeichen, „dass wir nicht alleine stehen“, sagte Teubner. Ansonsten wäre das weitere Vorgehen auch ziemlich sinnlos gewesen. „So haben wir ein vernünftiges Startkapital.“ Originalartikel 

An ihrer Forderung hält die BI fest: Keine Bebauung der Kleinen Höhe, ob Forensik oder Gewerbe. Dem Bau einer Windkraftanlage habe man, so Teubner, ähnlich wie die Bezirksvertretung (BV) Uellendahl-Katernberg auch nur zugestimmt, „weil sie das kleinere Übel gewesen und vielleicht die Fläche noch unattraktiver für Unternehmen geworden wäre“. Und, so betont Teubner, es gehe nicht um die Angst vor einer Forensik, sondern den Erhalt einer schützenswerten Naturfläche. Ein Argument, das auch die BV immer wieder vorgebracht hatte.

„Es geht nicht um die Angst vor einer Forensik.“.

Uwe Teubner, BI Kleine Höhe, will die Natur dort erhalten

„Eine Forensik ist keine Gefahrenquelle, wie immer wieder von Gegnern gesagt wird“, erklärt Anna Mahlert von der Elterninitiative Kleine Höhe, die eng mit der BI kooperiert. Sie führt Umweltbelange und auch die hohen Erschließungskosten an, die gegen die Ansiedlung einer Forensik dort sprächen. Den Klageweg halte sich die BI offen. Detailliert wolle man sich aber noch nicht äußern.

Akut werden könnte das Thema, wenn das Bebauungsplanverfahren richtig angelaufen ist. Derzeit wird zum Beispiel an einigen Gutachten gearbeitet, wie Marc Walter von der Stadt bestätigt. Unter anderem gehe es um Lärmfragen. „Die Forensik muss Krankenhausstandard erfüllen.“ Deshalb werde auf den Verkehr an der Nevigeser Straße geschaut. Von den Trägern der öffentlichen Belange gebe es bisher kaum Einwände. Bei Anwohnern und Nachbarn der Kleinen Höhe dürfte das aber anders sein.

Im ersten Quartal 2017 ist bislang der Offenlegungsbeschluss geplant. Ende 2017, so lautet die Vorgabe des Landes, muss die Stadt Baurecht an der Kleinen Höhe schaffen. Gelingt dies nicht, wird Lichtscheid der Standort – wo es ebenfalls eine Bürgerinitiative und massive Proteste gibt. Aus Sicht des Landes wäre die Kleine Höhe der geeignetere Standort, sagt Walter. Um die Forensik komme Wuppertal aber nicht herum, räumt er ein.

Infotermin:

Am 7. Juli wird ab 19 Uhr – im Anschluss an die BV Uellendahl-Katernberg – im Gemeindezentrum Röttgen über die Forensikplanungen informiert. Die Bürger können dann auch weitere Anregungen geben, die in das Verfahren einfließen.

Quelle: WZ-Newsline

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