Forensik: Symbolische Baustelle als Protestaktion

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Forensik: Symbolische Baustelle als Protestaktion

Das Motiv der Postkarte. FOTO: Bürgerinitiative
Wuppertal. Die Bürgerinitiative „Keine Forensik auf Lichtscheid“ errichtet am Samstag (20. Juni 2015) am Gelände der Bereitschaftspolizei symbolisch eine Baustelle. 15 Mitglieder rücken mit Helmen, Schubkarre, Geräten und einem Baustellenschild an. Man wolle nicht nur zeigen, dass eine forensische Klinik ein Problem für die Anwohner darstelle, sondern auch, dass die Stadt nun „konkrete Schritte in Richtung der Realisierung eines Wohngebietes Lichtscheid unternehmen“ müsse.

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„Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW hat uns mitgeteilt, dass derzeit die die Verwertungsmöglichkeiten der Liegenschaft geprüft werden. Gleichzeitig seien dem BLB aber Interessenten für einen Kauf des Grundstücks nicht bekannt. Wenn die Stadt hier an einem hochwertigen Wohngebiet interessiert ist, muss sie sich jetzt einmischen und ihr Interesse auch dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb mitteilen.“, so Initiativen-Sprecher Georg Weber.

Die Rückseite der Postkarte.FOTO: Bürgerinitiative
Man habe den Oberbürgermeister, den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen und die Stadtratsfraktionen kontaktiert. Die Lokalpolitik solle „frühzeitig Pflöcke einschlagen und möglichst konkrete Schritte für ein Wohngebiet Lichtscheid einleiten“, heißt es. Der Rat hatte eine forensische Klinik auf Lichtscheid abgelehnt. Stefan Vassilikos: „Die Nutzung des Geländes im Sinne der kommunalen Interessen muss forciert werden. Parallel müssen für die Forensik alternative und wirklich geeignete Standorte im Landgerichtsbezirk vorgeschlagen werden.“

Unterdessen hat die Bürgerinitiative eine neue Postkartenaktion gestartet: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens werden so „über die Pläne der Stadt für ein Wohngebiet Lichtscheid informiert und aufgefordert, sich dafür einzusetzen, dass ein alternativer Standort im Landgerichtsbezirk gesucht und gewählt wird“.

Quelle: Rundschau

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